5 Tipps, um den Arbeitsstress nicht mit nach Hause zu nehmen

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Am 04/02/2026, von Corentin Ritter veröffentlicht

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Viele Menschen haben Schwierigkeiten, eine klare Grenze zwischen Privatleben und Berufsalltag zu ziehen. Doch wie gelingt es, den Arbeitsstress wirklich hinter sich zu lassen? Moovijob.com hat auf Social Media eine Umfrage geteilt, um dieses Phänomen besser zu verstehen, und dabei fünf zentrale Tipps herausgearbeitet, die Ihnen helfen können, abzuschalten.



Fällt es Ihnen schwer, den Stress im Büro zu lassen?


Laut einer aktuellen Umfrage von Moovijob.com kommen 40 % der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Luxemburg täglich gestresst von der Arbeit nach Hause. Eine hohe Zahl, insbesondere wenn man bedenkt, dass lediglich 11 % jeden Tag entspannt nach Hause gehen. 27 % der Befragten geben an, ihren Arbeitsstress mehrmals im Monat mit nach Hause zu bringen, während 22 % dies nur selten tun. Das Berufsleben mischt sich ins Privatleben ein, und es fällt schwer, es im Büro zurückzulassen.


Beruflicher Stress zu Hause hängt häufig mit der Branche, der Position und der persönlichen Fähigkeit zusammen, mit Druck umzugehen. Je größer die Verantwortung im Job, desto eher begleitet sie einen auch nach Feierabend, vor allem, wenn man das Gefühl hat, sie nicht vollständig kontrollieren zu können. Manchmal fühlt man sich auch ohne klaren Grund überfordert. Und wenn die Stimmung im Büro angespannt ist oder Vorgesetzte sehr hohe Erwartungen haben, ist es völlig normal, dass der Gedanke an den nächsten Arbeitstag nicht gerade motivierend wirkt.


Eine Managerin, die an unserer Umfrage teilgenommen hat, sagt dazu: „Ich denke, das Wichtigste ist, klare Grenzen zu setzen, vor allem mentale. Zu akzeptieren, dass nicht alles sofort gelöst werden kann und manche Dinge bis morgen warten können. Sich bewusst zu machen, dass Leistungsfähigkeit auch vom persönlichen Gleichgewicht abhängt und dass der Schutz des Privatlebens kein Luxus ist, sondern eine Notwendigkeit, um langfristig durchzuhalten.



Machen Sie jeden Abend einen kurzen Rückblick


Damit Ihre Aufgaben Sie nachts nicht verfolgen, empfiehlt es sich, sie vor dem Verlassen des Büros zu strukturieren. Das dauert nicht länger als zehn Minuten und hilft, mental abzuschalten und den Abend wirklich zu genießen. Wenn Sie klar festhalten, was am nächsten Tag ansteht, vermeiden Sie Grübeleien nach Feierabend und starten morgens direkt fokussiert.


Nutzen Sie diesen Moment auch, um sich bewusst zu machen, was Sie im Laufe des Tages erreicht haben. Das sorgt für ein Gefühl der Zufriedenheit und ermöglicht es Ihnen, gelassener nach Hause zu gehen. Sie waren heute produktiv, jetzt haben Sie sich Erholung verdient!



Gehen Sie spazieren!


Ein kurzer Spaziergang kann wahre Wunder wirken, um den Kopf frei zu bekommen. Wenn möglich, drehen Sie nach der Arbeit eine kleine Runde, um Abstand zu gewinnen und belastende Gedanken loszulassen. Es muss kein Marathon sein, sondern nehmen Sie sich einfach die Zeit, die Sie brauchen, um entspannt nach Hause zu kommen. Wenn Sie öffentliche Verkehrsmittel nutzen, steigen Sie doch eine Station früher aus oder gehen Sie ein Stück zu Fuß. Noch besser ist es, wenn Ihr Weg durch einen Park oder einen Wald führt!


Chiara, die als Managerin arbeitet, berichtet: „Ich versuche persönlich, möglichst viel Zeit in der Natur zu verbringen. Wenn das wegen des Wetters nicht geht, meditiere ich, um meinen Kopf wieder frei zu bekommen.



Nutzen Sie Ihren Arbeitsweg sinnvoll


Die meisten Menschen möchten ihre Pendelzeit so kurz wie möglich halten. Niemand verbringt gern eine Stunde im Stau oder in überfüllten Verkehrsmitteln nach einem langen Arbeitstag. Doch dieser Zeitraum kann auch eine wertvolle Gelegenheit sein, um abzuschalten. Betrachten Sie den Arbeitsweg nicht als lästige Pflicht, sondern als Übergang zwischen Berufs- und Privatleben. Ein Moment, in dem Sie Druck loslassen und zur Ruhe kommen können. Hören Sie Musik oder Podcasts, lesen Sie ein Buch oder schauen Sie Ihre Lieblingsserie. Alles, was Ihnen hilft, bewusst Zeit für sich selbst zu nehmen, ist erlaubt.


Lassen Sie sich dabei nicht vom Umfeld im öffentlichen Verkehr stressen, denn alle sind auf dem Weg nach Hause und beschäftigen sich mit ihrem eigenen Alltag. Hat Ihr Zug Verspätung? Vielleicht gewinnen Sie dadurch sogar ein paar zusätzliche Minuten für sich, bevor zu Hause Kochen, Haushalt oder andere Aufgaben warten.


Tiffany, Account Manager bei Moovijob.com, verrät ihren Tipp: „Im Zug lese ich immer. Das hilft mir, in eine andere Welt einzutauchen und komplett abzuschalten. So kann ich meinen Abend genießen, ohne an die Arbeit zu denken.



Lenken Sie sich bewusst ab


Der beste Weg, nicht mehr an die Arbeit zu denken, ist an etwas anderes zu denken. Wenn Sie die Energie und die Möglichkeit haben, gehen Sie nach Feierabend einkaufen, treiben Sie Sport oder schauen Sie sich einen guten Film im Kino an. Auch ein Drink mit Kolleginnen und Kollegen kann helfen, aber achten Sie nur darauf, nicht ständig über die Arbeit zu sprechen.


Wenn Sie viel am Computer arbeiten, vermeiden Sie es außerdem, direkt nach dem Verlassen des Büros wieder zum Smartphone zu greifen. Gönnen Sie sich eine kleine Bildschirm-Pause, Ihr Gehirn und Ihre Augen werden es Ihnen danken.


Eine administrative Assistentin, die aktuell eine schwierige Situation mit ihrem neuen Vorgesetzten erlebt, beschreibt ihre Strategie so: „Wenn ich das Büro verlasse, kappe ich bewusst jede Verbindung zur Arbeit. Ich konzentriere mich auf Dinge, die mir Freude machen, und verbringe möglichst viel Zeit mit meinen Liebsten. Das hilft mir, nicht mehr ständig an den Job zu denken.



Lesen Sie zu Hause keine beruflichen E-Mails


Finger weg vom Laptop, er bleibt in der Tasche! Lassen Sie die Sachen möglichst außer Sichtweite. Frei nach dem Motto: Aus den Augen, aus dem Sinn.


Vermeiden Sie vor allem, Ihr berufliches Postfach mit Ihrem privaten Smartphone oder Computer zu verbinden. Wenn es sich nicht vermeiden lässt, deaktivieren Sie zumindest abends die Benachrichtigungen.


Das Recht auf Nichterreichbarkeit ist im luxemburgischen Arbeitsrecht verankert. Sie sollten die Möglichkeit haben, sich abends, im Urlaub und am Wochenende klar von der Arbeit zu distanzieren. Ihr Arbeitgeber muss dieses Recht respektieren und kann nicht erwarten, dass Sie außerhalb Ihrer Arbeitszeiten erreichbar sind.


Unser Tipp für wirklich entspannte Ferien ist die IT-Abteilung zu bitten, Ihre Passwörter vor dem Urlaub zu ändern, ohne sie Ihnen mitzuteilen, und sie erst bei Ihrer Rückkehr wieder zu erhalten.



Jetzt sind Sie dran!


Wie viel Stress wir mit nach Hause nehmen, ist individuell unterschiedlich. Branche, Position, Arbeitsumfeld und persönliche Faktoren spielen eine Rolle. Eine universelle Lösung gibt es daher leider nicht. Wichtig ist, den eigenen Rhythmus zu finden und nicht zu streng mit sich selbst zu sein.


Bis wir unser Gehirn tatsächlich in zwei Teile teilen können, um Privat- und Berufsleben vollständig zu trennen (Sie wissen, was wir meinen, oder?), hoffen wir, dass Ihnen unsere Tipps helfen, besser damit umzugehen!


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Und wenn Ihr Job Sie dauerhaft zu sehr stresst, ist es vielleicht Zeit zu wechseln. Gute Neuigkeit, auf Moovijob.com warten tausende Stellenangebote in Luxemburg auf Sie.

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