Mehr als drei Monate des Jahres 2026 liegen bereits hinter uns, wie schnell die Zeit vergeht! Nun ist es an der Zeit, eine erste Bilanz zu ziehen. Hier finden Sie eine Zusammenfassung der wichtigsten Neuigkeiten rund um den Arbeitsmarkt im ersten Quartal, falls Sie etwas verpasst haben.
Arbeitsmarkt
Die Arbeitslosenquote lag im Januar 2026 bei 6,3 %. Das ist der höchste Wert zu Jahresbeginn seit 2021.
Die ADEM verzeichnete 21.255 Arbeitssuchende, was einem Anstieg von 9,4 % im Vergleich zu Januar 2025 entspricht. Besonders betroffen sind höher qualifizierte Arbeitssuchende (+15,9 % innerhalb eines Jahres). Nach Altersgruppen betrachtet sind die 30- bis 44-Jährigen am stärksten betroffen, mit einem Anstieg von 11,3 %. Bei den unter 30-Jährigen beträgt der Anstieg 8,9 %, bei den über 45-Jährigen 7,8 %.
Im Februar blieb die Arbeitslosenquote stabil bei 6,3 %.

Arbeitslosenquote im Januar 2026 © STATEC
Um Talente aus aller Welt anzuziehen, hat die Regierung die Online-Plattform Work in Luxembourg sowie den Talent Desk in Kirchberg eingeführt. Diese Instrumente sollen die Ankunft internationaler Fachkräfte im Großherzogtum erleichtern.
Entdecken Sie außerdem die Liste der unterbesetzten Berufe in Luxemburg im Jahr 2026 laut ADEM.
Inflation und Indexierung
Im Januar 2026 hat sich die Inflation in Luxemburg deutlich verlangsamt. Sie sank von 3,1 % im Dezember 2025 auf 1,3 % im Januar 2026. Im Euroraum fiel der Rückgang weniger stark aus (von 2,0 % auf 1,7 %). Ein Grund dafür ist unter anderem die staatliche Beteiligung an den Netznutzungsentgelten für Strom. Im Februar blieb die Rate bei 1,3 %, stieg jedoch im März wieder auf 2,4 %, insbesondere aufgrund internationaler Konflikte, die die Energiepreise in die Höhe trieben.
Trotz des Rückgangs zu Jahresbeginn geht STATEC davon aus, dass die nächste Lohnindexierung im zweiten Quartal des Jahres ausgelöst wird. Dabei werden zwei Szenarien in Betracht gezogen: eines mit hoher Inflation und eines mit niedriger Inflation, wobei letzteres als weniger wahrscheinlich gilt. Sollte die Inflation dennoch relativ niedrig bleiben, könnte die Indexierung auf das dritte Quartal verschoben werden. Auch steigende Kraftstoffpreise dürften einen erheblichen Einfluss auf den Zeitpunkt der Indexierung haben, sofern sie in den kommenden Wochen auf einem hohen Niveau bleiben.
Erhöhung des Mindestlohns
Die luxemburgische Regierung hat kürzlich eine Erhöhung des Mindestlohns für 2027 angekündigt. Am 1. Januar 2027 wird der soziale Mindestlohn (SSM) um 3,8 % steigen. Das entspricht einer Erhöhung von 170 €, sofern die Indexierung wie geplant im Laufe dieses Jahres erfolgt. Der SSM wird somit von rund 2.703 € auf 2.875 € steigen. Ein Drittel dieser Erhöhung (1,3 %) wird vom Staat übernommen, sodass die Unternehmen nur 2,5 % tragen müssen.
Entwicklung der KI in Luxemburg
Laut einer Studie des LISER ist Luxemburg das Land der Großregion, in dem Unternehmen am häufigsten künstliche Intelligenz einsetzen. Die im Jahr 2024 durchgeführte Umfrage zeigt, dass 23 % der luxemburgischen Unternehmen angeben, KI in irgendeiner Form zu nutzen. Das ist deutlich mehr als in den Nachbarländern (16 % in Deutschland, 10 % in Frankreich und nur 8 % in Belgien). Dieser Vorsprung lässt sich insbesondere durch die starke Präsenz von Finanzunternehmen im Großherzogtum erklären, die KI intensiv nutzen. Die Studie weist jedoch darauf hin, dass dieser Anteil auf 14,3 % sinken würde, wenn der Finanzsektor aus der Berechnung herausgenommen wird.

Entwicklung des Anteils der Unternehmen, die KI nutzen, zwischen 2016 und 2024 in der Großregion © LISER
Gleichzeitig hat die Regierung die Kampagne AI4LUX vorgestellt, die den Einsatz von KI als Werkzeug im Dienste der Bürgerinnen und Bürger erleichtern soll. Sie ist das Ergebnis einer Partnerschaft mit Mistral AI, einem der wichtigsten Akteure im Bereich der künstlichen Intelligenz in Europa.
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