Welcher Homeoffice-Typ sind Sie?

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Am 01/12/2021, von Loïc Braun veröffentlicht

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Das Homeoffice hat unsere Arbeitsweise grundlegend verändert. Was früher als außergewöhnlicher Vorteil galt, ist heute in vielen Unternehmen in Luxemburg und der Großregion fest etabliert. Mittlerweile arbeiten 40 % der Beschäftigten in Luxemburg gelegentlich von zu Hause aus, im Vergleich zu 35 % in Belgien, 33 % in Frankreich und 23 % in Deutschland.


Diese neue Arbeitsorganisation hat dazu geführt, dass jeder seine eigenen Gewohnheiten und Routinen entwickelt hat. Zu welchem Profil gehören Sie?



Der ultraorganisierte Telearbeiter


Für ihn steht Homeoffice nicht für Flexibilität, sondern für Effizienz. Sein Tag ist minutiös geplant, die Aufgaben werden bereits am Morgen priorisiert und sein Kalender ist perfekt strukturiert. Er hat schnell erkannt, dass das Arbeiten von zu Hause manchmal sogar mehr Disziplin erfordert als die Arbeit im Büro.


Das Ergebnis: Er beendet seinen Arbeitstag häufig mit dem Gefühl, alles geschafft zu haben.



Der Telearbeiter im Pyjama


Für manche hat Homeoffice vor allem die beruflichen Kleidungsregeln neu definiert. Vorbei sind die morgendlichen Fahrten und die endlosen Vorbereitungen. Ein Kaffee, ein Laptop und bequeme Kleidung (der Pyjama) reichen aus, um in den Tag zu starten.


Natürlich erfordern Videokonferenzen gelegentlich einige Anpassungen. Ein Hemd oder ein vorzeigbarer Pullover liegt deshalb immer griffbereit, falls die Kamera eingeschaltet werden muss.


Und Vorsicht: Nur weil er Komfort bevorzugt, bedeutet das noch lange nicht, dass er weniger produktiv ist!



Der Urlauber


Sein Status erscheint bereits zu Beginn des Tages als „online“. Sein Kalender wirkt voll, sein Computer ist verbunden. Dennoch weiß niemand so genau, was er gerade macht oder wo er sich befindet. Er beherrscht die Kunst, genau im richtigen Moment auf eine Nachricht zu antworten, um den Eindruck zu vermitteln, vollständig bei der Sache zu sein.


Keine Sorge: Dieses Profil gehört eher in die Welt der Mythen als in die Realität. Entgegen manchen Vorurteilen zeigen Studien, dass Homeoffice nicht zu einem allgemeinen Rückgang der Produktivität führt. Einige weisen sogar auf eine Produktivitätssteigerung von bis zu 20 % hin, wenn die Arbeitsbedingungen stimmen.



Der soziale Teamplayer


Was ihm im Homeoffice am meisten fehlt, sind die spontanen Begegnungen. Gespräche bei einer Tasse Kaffee, informeller Austausch zwischen zwei Meetings oder gesellige Momente mit den Kollegen fehlen ihm regelmäßig.


Oft ist er der Initiator von virtuellen Kaffeepausen oder Teamgesprächen. Für ihn ist der menschliche Kontakt ein wesentlicher Bestandteil von Teamzusammenhalt und gemeinsamer Leistungsfähigkeit.



Das Organisationstalent unter den Eltern


Homeoffice hat ihm mehr Flexibilität gebracht, aber auch neue organisatorische Herausforderungen. Zwischen Meetings, beruflichen Verpflichtungen und Familienleben erfordert jeder Tag eine große Portion Anpassungsfähigkeit.


Mit der Zeit hat er eine bemerkenswerte Fähigkeit entwickelt, mehrere Prioritäten gleichzeitig zu managen. Eine Kompetenz, die in einer Arbeitswelt, in der Agilität gefragter ist denn je, besonders wertvoll geworden ist.


Sein Geheimtipp? Bestimmte Herausforderungen in Chancen verwandeln: „Heute lesen wir die E-Mails von Mama/Papa, damit du übst zu lesen.



Der Sportler in der Mittagspause


Während andere ihre Pause nutzen, um eine Serie zu schauen, schnürt er seine Sportschuhe.


Ob Joggen, Radfahren, Workout oder ein einfacher Spaziergang: Er nutzt die Zeit, die er durch den Weg zur Arbeit spart, um mehr Bewegung in seinen Alltag zu integrieren. Und häufig kehrt er mit mehr Energie an seinen Schreibtisch zurück, als er vorher hatte.



Der Feinschmecker zur Mittagszeit


Früher wurde das Mittagessen schnell zwischen zwei Meetings eingenommen. Heute ist die Mittagspause zu einem echten Ritual geworden. Er kocht richtige Mahlzeiten, probiert neue Rezepte aus und genießt endlich seine Küche.


Sein größtes Risiko? Die Pause etwas zu sehr auszudehnen, wenn gerade eine besonders spannende Kochsendung im Fernsehen läuft.



Der Nicht-Telearbeiter (und das ist völlig in Ordnung)


Entgegen vielen Annahmen haben nicht alle Menschen das Homeoffice mit Begeisterung angenommen. Manche Berufstätige bevorzugen ein strukturiertes Arbeitsumfeld, eine klare Trennung zwischen Berufs- und Privatleben sowie den direkten Austausch mit ihren Kollegen.


Für sie bleibt das Büro ein wichtiger Ort für Zusammenarbeit, Lernen und Motivation. Genau deshalb setzen viele Unternehmen heute auf hybride Arbeitsmodelle, die unterschiedlichen Bedürfnissen gerecht werden.



Letztlich ist die Realität oft viel facettenreicher als diese verschiedenen Kategorien. Je nach Lebensphase, Projekten oder persönlichen Umständen wechseln wir alle gelegentlich von einem Profil zum anderen. Eines steht jedoch fest: Homeoffice hat die Erwartungen der Beschäftigten und die Arbeitsweisen der Unternehmen nachhaltig verändert.



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